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Snooker Geschichte

Snooker Geschichte: Die Billard-Variante Snooker wurde erst relativ spät in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhundert entwickelt

Snooker
Foto: Julian Stabentheiner - Fotolia.com

Während man die Erfindung des Billardspiels bis ins 15. Jahrhundert zurückverfolgen kann, wurde Snooker erst relativ spät in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelt. Als Ort der Entwicklung wird heute vorzugsweise Indien genannt, wo die britischen Streitkräfte zu dieser Zeit stationiert waren. Unter den Offizieren war es üblich, nahezu jeden Tag mehrere Partien Billard zu spielen, um sich ihre Zeit damit zu vertreiben. Die damals bevorzugte Spielvariante nannte sich „Black Pool“ und wurde mit 15 roten sowie einer schwarzen Kugel gespielt.

Um mehr Abwechslung in das Spiel zu bringen und den Schwierigkeitsgrad etwas zu steigern, begannen die Offiziere damit, dem Spiel weitere Kugeln hinzuzufügen. Neben den bereits erwähnten 16 Kugeln kamen nach und nach eine grüne, eine gelbe sowie eine pinkfarbene Kugel hinzu. Später wurden außerdem noch eine blaue und eine braune Kugel hinzugefügt. Das Snooker-spiel wie wir es heute kennen war damit komplett.
Anfangs existierten allerdings noch keine einheitlich gültigen Regeln für das Snooker Spiel. Daher gründete man Ende des 19. Jahrhunderts die „Billards Association“ in England, um sich dieses Missstandes anzunehmen und weltweit einheitliche Regeln für das Spiel zu erstellen. Erstmals veröffentlicht wurden diese Regeln im Dezember 1900 in London, allerdings entsprachen sie damals noch nicht den heute gültigen Regeln. Der blaue und der braune Spielball beispielsweise wurden erst knapp 20 Jahre später in die Spielregeln aufgenommen. Inzwischen ist Snooker nicht nur eine anerkannte Spielart des Billard, sondern ein Sport, der hohes Ansehen erlangt hat. So werden jedes Jahr hohe Preisgelder in zahlreichen Bewerben ausgesetzt.